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MARIECHEN UND LOLITA
Zwei sexy Teen-Girls — oder Mariechens und Lolitas Sex-Abenteuer auf der Messe
ERSTER TEIL
TRÄUME UND SEHNSÜCHTE VON TEEN-GIRLS
Es beginnt an einem strahlenden Sonntag im Juni des Jahres 1849, frühmorgens um sechs Uhr. Freundlich scheint die Sonne in das Dachgeschoss eines dreistöckigen Gebäudes in einem der Außenbezirke Leipzigs, der bescheidenen Messewohnung zweier allerliebster Mädchen, die aus dem nahen Städtchen Pegau gekommen sind, um die Erzeugnisse ihrer fleißigen Hände zu verwerten. Beide sind sie von großer Schönheit und erregen deswegen, aber auch wegen ihrer frappanten Ähnlichkeit die allgemeine Bewunderung der Männerwelt. Sie haben unweit des Roßplatzes eine Bude, wohl passender einen Stand zu nennen, bei Beginn der Messe gemietet und bieten als die reizendsten Verkäuferinnen der Welt der sie umgebenden Menge Männer- und Frauenhemden, Vorhemdchen, Kragen, Manschetten und eine Auswahl feinerer und gröberer Wäsche zum Ankauf dar. Alt und jung, vornehm und gering, bleibt stehen und gafft das schöne Schwesternpaar an — teilnehmend und neugierig, bewundernd und doch auch wiederum neidisch, denn sie waren wirklich gar zu hübsch, als daß nicht verblühte, übelwollende Frauen und Jungfrauen bei ihrem Anblick den grimmigsten Neid empfunden hätten. „Es sind wunderhübsche, sexy Teens!" zischeln die in der Menge herumstehenden Stutzer. — „Ja, bei Gott, es sind wahre Engel!" flüstern die bejahrten Herrn ihnen nach, „wie frisch und gesund, wie appetitlich!" — und die Männer werfen einander bedeutsame Blicke zu und reiben sich mit innigem Wohlbehagen die Hände. „Die Mädchen sind zwar nicht übel", raunen einige schon ältliche und deshalb neidische Damen einander zu, die, ebenfalls von dem Rufe der Schönheit dieser sexy Teens angelockt, sich hier eingefunden hatten — „doch ein so großes Aufheben, wie das von ihrer Schönheit gemacht wird, verdienen sie denn nun doch nicht — in unserer Jugend waren wir auch recht..." „Ja, zumindest haben sie nichts Feines", warf eine andere ein, während die erstere ihre Rede nicht vollendete, um in rühmlicher Bescheidenheit ihre verblühte Schönheit nicht allzu sehr loben zu müssen, „ja, gar nichts Feines sehe ich an ihnen; sie sind beide jung und gesund, und weiter nichts!" „Jawohl, jawohl, nichts weiter!" nickten die andern beifällig, „und wie es mit ihrer Sittlichkeit bestellt ist, nun ja, das wollen wir dahingestellt sein lassen."
„Ganz recht, das glaube ich auch", erwiderte die vornehme Dame mit einem boshaften Seitenblick, indem sie eben bemerkte, wie ein junger und hübscher Student in blauer Schnurenpiquesche, weißen Lederhosen und hohen Reiterstiefeln etwas kaufte und dann dem einen der Mädchen einen feurigen, verliebten Blick zuwarf. „Die Messe liefert uns viel derartiges Messegut; die Männer sind dann wie verrückt und wir armen Frauen haben darunter zu leiden." Eine neben der Sprecherin stehende, bleiche aber vollbusige Frau, deren Kleidung den vornehmen Stand verriet und die sich ebenfalls in den mittleren Jahren befand, errötete ein wenig über diese unzarte Äußerung. „Wohl wahr", seufzte sie halblaut, „und wer weiß, ob nicht mein Mann auch schon..." Auch sie vollendete ihre Rede nicht, jedoch der Zorn drückte sich deutlich auf ihrem sich rötenden Antlitz aus, und sie schleuderte wütende Blicke auf die reizenden, sexy Teens. „Wäre aber mein Verdacht begründet", schluchzte sie dann fast unhörbar, "so kratzte ich den beiden die schwarzen Augen aus. Von jetzt an werde ich genau aufpassen und wenn ich etwas finde: wehe ihm und euch!" Arme Mädchen, ihr steht in einem üblen Verdacht und seid doch unschuldig, so unschuldig wie die jungen Täubchen. Es ist ja nicht wahr, was diese neidisdien Frauen von euch denken, denn noch kein Mann hat euch entweiht und ihr seid noch unberührt, reine Jungfrauen. Eure Schönheit und euer Sex-Apeal ist euer einziger Fehler, doch dieser Fehler ist groß, sehr groß und er wiegt ungeheuer schwer in den Augen neidischer, mißgünstiger Frauen, die gern und mit Inkaufnahme der größten Gefahr noch sündigten, wenn sich nur irgendwo ein bereitwilliges Werkzeug dazu fänden. Arme, arme Mädchen! Ihr seid wahrhaftig zu beklagen, denn wie ihr euch auch benehmen möget und was immer ihr tut und treibt — es wird mit lüsternen und neidischen Augen bewacht, und eure freundlichen, bittenden Worte werden stets mißdeutet und rücksichtslos verdammt. Und doch ist es nur der elende Bissen Brot, der euch nötigt, hier gleichsam am Pranger zu stehen! Euer Verdienst ist doch nur so gering — wieviele schlaflose Nächte habt ihr angestrengt und fleißig durchgearbeitet, um so viele Waren zu schaffen, deren Erlös den drückenden Verbindlichkeiten für Miete, Holz, Licht und Nahrung abhelfen soll. Die Zeiten sind ja schlecht: das Angebot groß, die Nachfrage zu gering . Ihr fühlt recht wohl das Traurige eures Geschicks, denn der Tag wird euch zu lang und ihr ermattet bei dem dauernden Anpreisen eurer Waren. Ihr sehnt den Abend herbei, um Ruhe und Einsamkeit zu finden — und noch mehr die Nacht, für die freundlichen, beglückenden Träume. Denn Träume zu haben, ist kein Verbredien. Ihr seid dann allein mit euch und vielleicht auch mit dem Gegenstand beschäftigt, dem ihr eure Liebe, eure keusche Liebe, zu weihen gedenkt. Hat euch wirklich noch kein Mann gefesselt? Ihr habt viele lockende Anfechtungen überstehen müssen! Wie könnte das wohl auch anders sein, inmitten einer so reichen und üppigen Stadt, wo die Zahl der schönen Lüstlinge so groß und das zu diesem Zwecke bereitstehende Geld so flüssig ist. Doch verliebt seid ihr auch und für Schmeicheleien empfänglich, wie alle Frauen, ihr könnt das nicht leugnen, denn ich habe euch scharf beobachtet, ich bin ein alter Prakticus in Liebesangelegenheiten, und ich täusche mich so leicht denn wohl nicht. Darum nehmt euch in acht, auch an euch kommt die Reihe! Der kleine Liebesgott ist schelmisch und boshaft und kein Mädchen, kein schönes vornehmlich, kann ihm widerstehen. Ihr seid jetzt mannbar geworden und habt heißes Blut; der Reiz der Liebe ist lockend, bisweilen gewaltig und furchtbar, zumal wenn sich der gewandte, von der Natur begünstigte Liebhaber euch listig naht und auch ihr den süßen Genuß wünscht, den die Natur so mächtig, so unwiderstehlich in euch legte. Oder seid ihr schon gefallen? Ist die Blüte der Jungfräulichkeit von euch bereits abgestreift? — Doch dem widerspricht euer Auge, euer ganzes Benehmen. Denn dann wäret ihr nur feine, listige Koketten und verstündet euch prächtig auf euer Geschäft.
Nein, nein, das ist nicht der Fall, aber der gestrige Tag ist der Tag der Entscheidung gewesen; Amor schwirrte seine Pfeile ab und sie haben nur zu tief getroffen. Ihr armen und wiederum auch ihr so glücklichen Teen-Girls: ihr erblicktet zwei Jünglinge, deren Schönheit und deren liebeflüsternde Worte euch das ungestüm pochende Herzchen bestachen und deren liebes Bild euch auch im Traume nicht verläßt. Oh, könnten wir doch die Träume aller jungen Teen-Girls belauschen, wievieien süßen Geheimnissen kämen wir auf die Spur.
Die Morgensonne sendet ihre ersten Strahlen.
Die beiden Teen-Girls schlafen den süßesten Schlaf der Welt. Lolita, die ältere der beiden Schwestern, zählt neunzehn, Julie, die jüngere, fast siebzehn Jahre. Beide sind sie hoch und schlank gewachsen, beide haben sie rabenschwarzes Haar und pechschwarze Augen, weißen Teint und blühendrote Wangen. Ihre Zähne sind weiß wie Elfenbein, sie haben lange, weiße, zierliche Hälse, volle, elastische Busen und herrliche, alabasterne Arme und Hände. Ihre Füßchen sind so knapp und rund, daß sie aus Marmor gemeißelt scheinen; beide Gestalten sind so zart und doch so üppig, daß man sich beim Anblick der lieben Kinder der Göttinnen Altgriechenlands erinnert. Sie schlafen beide sanft und süß, obwohl die Glocke schon fünf geschlagen hat.
Die Messe hat sich nicht gut angelassen: der Verkauf geht schlecht. Die Mädchen denken im Schlaf nicht an ihre Sorgen und träumen dafür süße und liebliche Träume. Bei Zeus: der Schlaf ist schöner als das Wachen — aber ihr faulen, träumenden Mädchen, steht doch endlich auf, es ist fast sechs Uhr. Nehmt eure Arbeit zur Hand und laßt die Nadel hurtig fliegen, wenn es noch zu früh ist, mit dem Anpreisen eurer Waren zu beginnen.
Aber gönnen wir den armen Mädchen noch den Schlaf. Es ist ja Sonntag, und sie haben gestern noch bis tief in die Nacht hinein sehr fleißig gearbeitet und bei und nach der Arbeit an so mancherlei gedacht. Die erste Liebe ist so unerschöpflich im Reden und Loben — und nähen, immer nur nähen, waschen und plätten ist doch gar zu langweilig! Und die jungen, liebes- und lebekräftigen Mädchen mit ihrem Teensex-Charme, den schlanken Taillen, den kußlichen Lippen und den wogenden Titten schlafen und träumen gar zu gern. Lolita träumt von dem schönen Studenten, auf den die alte Dame so neidisch war, der, als er nochmals ein Dutzend feiner Strümpfe gekauft, sie bei dieser Gelegenheit unter das Kinn gefaßt und seine Lippen, obwohl sie sich kräftig wehrte, auf die ihren gepreßt hat. Und Mariechen denkt an den schelmischen Handelsgehilfen mit seinen knappen Beinkleidern, der starken, breitschultrigen Brust, dem blondgelockten Kopf- und Barthaar und den freundlichen blauen Augen, der, als er ein halbes Dutzend Vorhemden kaufte, es sich, unbescheiden genug, erlaubte, seine Hand um ihre Taille und an ihren ängstlich klopfenden Busen zu legen und ihn sanft zu drücken. Und noch mehr: als sie nach beendeten Tagesgeschäften nach Hause eilen wollten, kamen die bösen Jünglinge wieder und ließen es sich nicht nehmen, sie nach Hause zu begleiten. Auch diesmal hatten sie es gewagt, die armen, sich wehrenden und um Schonung bittenden Mädchen zu küssen und fest an sich zu pressen. Beide waren sie recht frech gewesen, und darüber hatten die Mädchen den ganzen Abend gesprochen —, und auch noch im Schlaf träumten sie von den zudringlichen Berührungen und Küssen. Ach, und doch schmeckte Lolita der Kuß so süß und Mariechen deuchte die Umarmung so wonnig ...
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